Lupine
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Lupinen gehören zur Gattung Lupinus innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Lupinen sind einjährige, krautige Pflanzen, die bis zu 1,5 m hoch werden, mit einer bis zu 2,5 m tiefen Pfahlwurzel.
Lupinensamen zeichnen sich durch einen hohen Proteingehalt (30-48%) bei gleichzeitig relativ niedrigem Fett-, Faser- und Stärkegehalt aus. Sie eignen sich sehr gut als eiweißreiches Futtermittel in der Nutztierhaltung. Sie werden auch zunehmend als Ersatz für Milch- und Fleischeiweiß sowie Fett in Speziallebensmitteln, wie Speiseeis oder in pflanzlichen Milchersatzprodukten verwendet. Für den Landwirt bzw. die Landwirtin ist Lupine weiters interessant, weil sie eine hohe Stickstofffixierungskapazität von bis zu 400 kg N/ha aufweist und somit einen wertvollen Beitrag zur Fruchtfolge leisten kann. Die Samen der Lupine sollten mit geeigneten Rhizobium-Stämmen beimpft werden.
Es gibt etwa 200 Lupinenarten. Drei Arten sind im Hinblick auf die menschliche Ernährung und die Fütterung von Nutztieren von besonderer Bedeutung: Weiße Lupine (Lupinus albus L.), blaue Lupine (Lupinus angustifolius L.) und gelbe Lupine (Lupinus luteus L.). Sie stammen aus dem Mittelmeerraum, aus Südosteuropa und aus Westasien. Sie werden seit über 4.000 Jahren kultiviert.
Weiße Lupine (Lupinus albus L.)
Die weiße Lupine wird bis zu 1.2 m hoch und wurzelt bis zu 0.7 m tief. Die Samen sind groß und flach, mit abgerundeten Ecken. Sie zeichnen sich durch einen hohen Proteingehalt (30-40 %) sowie einen Fettgehalt von 8-9 % aus und eigenen sich sowohl für die menschliche Ernährung als auch als Futter für Nutztiere in modernen Produktionssystemen.
Blaue Lupine (Lupinus angustifolius L.)
Die blaue Lupine wird bis zu 1,5 m hoch und wurzelt bis zu 2,5 m tief. Sie wird auch schmalblättrige Lupine genannt. Meist blüht sie in blau, wobei einige Arten auch in weiß blühen. Die Samen der blauen Lupine weisen einen niedrigeren Proteingehalt (bis zu 28 %) auf als die Samen der weißen oder gelben Lupine. Allerdings zeichnet sich die blaue Lupine durch eine tiefer wurzelnde Pfahlwurzel aus, was sie besonders vorteilhaft hinsichtlich Bodentextur und Drainagierung macht.
Gelbe Lupine (Lupinus luteus L.)
Die gelbe Lupine wird bis zu 0,8 m hoch und weist eine ausgeprägte Pfahlwurzel aus. Ihre Samen sind nierenförmig und zeichnen sich durch einen höheren Proteingehalt (34 – 48 %) als jene der blauen oder weißen Lupine aus. Sie eignet sich besonders gut zur menschlichen Ernährung sowie als Futter für Nutztiere wie Hühner, Schweine, Rinder und Fisch.
