Erbse

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              Mehr über die Erbse

              Erbsen sind für eine nachhaltige, lokale und GVO-freie Nutztierfütterung unersetzlich. Neben dem Einsatz im Futter entwickeln sich in Europa immer mehr Vermarktungsmöglichkeiten für Erbsen im Humanernährungsbereich.

              Die Erbse ist eine annuelle Hülsenfrucht. Erbsen werden in der Regel zu Beginn des Frühjahrs ausgesät. Jedoch werden aufgrund der sich verändernden klimatischen Witterungsbedingungen immer mehr Wintererbsen angebaut. Diese werden im Herbst gesät und Überwintern in einer gedrungenen Wuchsform, wobei sie ein starkes Wurzelsystem ausbilden und daher besser an Frühjahrstrockenheit angepasst sind.

              In Europa gibt es zwei Arten von Erbsen die sich anhand ihrer Wuchs- und Blattform unterscheiden. Der normalblättrige Erbsentyp entwickelt gefiederte Blätter mit endständigen Ranken, wird 90 bis 180 cm hoch und weist ein indeterminiertes Wachstum auf. Teilweise wird dieser Typ auch als Grünfuttererbse bezeichnet. Der zweite Erbsentyp ist der semileafless oder halbblattlose Typ, dieser bildet ein großes stängelumfassendes Nebenblatt am Blattgrund aus und statt Fiederblättern werden nur Ranken ausgebildet. Dieser Erbsentyp ist mit einer Pflanzenhöhe von 60 bis 120 cm und einem determiniertem Wachstum deutlich kürzer als die normalblättrigen Erbsen. Die Erbse bildet gewöhnlich nur einen oder zwei Stängel aus. Eine starke Verzweigung tritt nur bei der Wintererbse aufgrund ihrer Wuchs- und Überwinterungseigenschaften auf. Halbblattlose Erbsen lagern weniger und weisen damit eine bessere Erntefähigkeit auf. Die normalblättrigen Erbsen werden vorzugsweise im Mischanbau mit Getreide angebaut, um die Standfestigkeit zu verbessern. Die meisten Sorten haben weiße Blüten mit blassgelben oder grünen Samen. Bei diesen ist die Samenschale durchsichtig, so dass die Keimblattfarbe durchschimmert. Violett blühende Erbsen haben eine dunkle, undurchsichtige Samenschale und enthalten Tannine.

              Erbsen bevorzugen leichte bis mittelschwere Böden, die leicht zu erwärmen, locker und gut drainiert sind. Die höchsten Erträge werden auf humusreichen, tiefgründigen Lehmböden erzielt. Der pH-Wert des Bodens sollte neutral bis schwach sauer sein. Eine gute Wasserversorgung, insbesondere für die Keimung und während der Blüte, ist erforderlich. Standorte, die zu Staunässe oder Verdichtung neigen, sollten jedoch vermieden werden.

              Erbsen bevorzugen ein mäßig feuchtes, nicht zu warmes Klima. Hitze- und Wasserstress vermindern den Ertrag der Erbsen. Ihre Frosthärte hängt von der Form ab: Während die Sommererbse Spätfröste bis -4 °C verträgt, vertragen weißblühende Wintererbsen Frost bis -15 °C und violettblühende Wintererbsen bis ca. -20 °C.

              Der Rohproteingehalt der Erbsen liegt zwischen 18 und 29 % in der Trockensubstanz. Der Ertrag der Erbse liegt zwischen 20 und 55 dt/ha, kann aber auch einen maximalen Ertrag von 70 dt/ha erreichen. Im ökologischen Landbau sind die Erträge niedriger als im konventionellen Anbau. Ein Grund für schwankende Erträge ist die Selbstunverträglichkeit. Es wird empfohlen erst nach fünf bis zehn Jahren wieder Erbsen auf dem gleichen Standort anzubauen. Allerdings sind Fruchtfolgen mit anderen Leguminosenarten in kürzeren Zyklen möglich.

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